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Bundes-Angie läd zur Audienz

Foto: Armin Kübelbeck Lizenz: CC-BY-SA Link zur Lizenz und zum Photograph am Ende des Artikels

Die meisten meiner geschätzten LeserInnen wissen ja, ich bin ein Google-Fanboy. Und nutze zB Google Hangouts auch zum Rollenspielen, wie hier zu lesen war. Besitze ein Google Nexus-Device, wie weiter unten oder hier zu lesen ist. Bin in Sachen Social Networks nur noch auf Google Plus zu erreichen. Aber ich bin mir bewusst, ist auch nur so ein Ami-Megakon, der zwar netter als die anderen Säcke versucht zu sein, aber doch immer wieder an den eigenen Ansprüchen, vor allem dem Motto “don’t be evil” scheitert…

Nun aber hat Mutti, Teflonmerkel, uns Bundes-Angie von der Schwarzen Pest, Google Hangouts und damit auch Google Plus entdeckt. Verneigt euch in Ehrfurcht, ihr Plebs und Untertanen, vor der Modernität unserer glorreichen Herrscherin! Ihr Vize-Lakai für das Ausrufen königlicher Edikte, äh Sprecher, Georg Streiter, verkündet dies auf der offiziellen Website und auch Heise meldet diese Nachricht, die uns Untertanen sowohl in Ehrfurcht als auch in Liebe erstrahlen lassen soll.

Ich werde es Google nicht übel nehmen, wenn sie da die PR-Trommel richtig anwerfen, der Keuchel das dauerposten wird etc., denn sie ist, mensch mag sie verachten wie sie nun einmal verachtenswert ist, die mächtigste Frau der Welt. Ist so. Kann ich auch nicht ändern, außer bei Wahlen ein wenig (was ich auch tue…).

6 Leute dürfen mitmachen. In lateinischen Lettern SECHS! Wow! Burner! Das ist ja der Hammer, sovielen Menschen hat sie vorher nie zugehört. Aaahhhh…. Ne, die Fragen müssen vorher eingereicht werden. Dieser “Bürgerdialog” ist kein Dialog. Sondern nur wieder ein reines Schaulaufen, Propaganda, ein Wink aus dem Sonnentempel des Bundeskanzleramts, der mit seinem Schein uns Unwürdige erhellen soll…

Nachtrag: Mein alter Freund Carsten (wir sind seit 20 Jahren befreundet, will was heissen heutzutage :D ) macht mich auf eine kleine Spitzfindigkeit aufmerksam in der Formulierung, zu Recht. Nicht die 6 Leute reichen vorher ihre Fragen ein, die dann zensiert werden, sondern jedermensch kann und darf einreichen über den virtuellen Beichtstuhl der Bundes-Mutti. Erst DANN wird alternativlos ausgewählt :D Macht jetzt nicht so den Unterschied, aber es ist schon wichtig, drauf hinzuweisen und das korrekter darzustellen.

Und das Thema ist Integration… INTEGRATION! Als ob die Extremisten der Mitte, die, die eigentlich rechtskonservative Feinde der Freiheit und Menschlichkeit sind, auch nur irgendeine Kompetenz in Sachen Integration besitzen. Jene, die ihre Religion (das “C” in CDU und CSU) nicht ablegen können (müssen sie ja nicht ganz, aber eben etwas objektiver…), einen säkularen Staat verhindern, immer noch im Geiste die politische Kolonne des Christentums sind, wie einst Zentrum und andere Vorgänger. Haben die sich in einer mehrheitlich säkularen Gesellschaft integriert?

Die Schwarze Pest, jene, die mit Roland Koch einen der größten Hetzer gegen MigrantInnen in der BRD hatten, der gefährlicher war als alle Hardcore-Nazis zusammen… Ich wage es, die These aufzustellen, daß nur unter der neokonservativen Ägide der Schwarzen Pest die Radikalisierung der Naziszene soweit gehen konnte, bis es zum NSU kam…

Von den Katholiban der CSU (evangelische fränkische Fundis mal damit über einen Kamm geschert…) kaum zu sprechen, diese homophoben, xenophoben Gotteskrieger… Wobei da müssen  wir uns bei Mutti bedanken, den Rocko “Wo kann ich gegen Ausländer unterschreiben” hat sie ja wunderbar mit einem Dolchstoß in den Rücken abserviert. Wie die größten Honks unter den Schwarze Pestlern. Mir fallen da noch mindestens 20 Spitzenpolitiker alleine der letzten 15 Jahre  dieser Partei ein, die mit Xenophobie, Homophobie und sonstigen Widerlichkeiten aufgefallen sind. Von Käuflichkeit, Realitätsverzerrung und Lügen reden wir mal explizit NICHT an dieser Stelle…

Hmm, vielleicht will unsere Lichtkönigin uns auch nur bewahren vor den schlimmsten Feinden der Freiheit um auf das Abservieren einiger der Schwarze Pest-Granden in der Vergangenheit zurück zu kommen? Aber warum gibts dann noch die Kauders, Pofallas etc. und vor allem, warum ist die Schwesterpartei der CSU noch überhaupt existent und nicht des Nächtens von CDU-Todesschwadronen liquidiert?

Nein, mal im Ernst, neben aller satirischen Ranterei, diese Google Hangout-Audienz ist genauso lächerlich wie alles was die Schwarze Pest seit Jahrzehnten verbrochen hat. Wer nun denkt “Hey ich wähle eh SPD oder Grün”, ihr seid auch nicht besser, aber mit euch rupfe ich heute kein Hühnchen.

Fazit: Sorry Angie, sowas ist einfach nur billige Propaganda. Was dem Klumpfuss sein Sportpalast ist der Teflonmutti ihr Google Hangout…

Informationen zum Foto:

Photograph: Armin Kübelbeck (Wiki-Benutzerseite)

Lizenz: Creative Commons CC-BY-SA

UPDATES: 

2. Teil Mittags, 19.12.2012ev

Die Schule hat grade eine Stellungnahme veröffentlicht: 

Wir sind von einigen Nutzern der Plattform Google+  dankenswerterweise darauf aufmerksam gemacht worden, dass von einer gewissen Natalia Gottschalk (der Name ist mit ziemlicher Sicherheit falsch) diskriminierende und beleidigende Äußerungen z. B. gegenüber Hartz 4 Empfängern gemacht werden, die im Zusammenhang mit einer Computer AG unserer Schule stehen sollen, in der die Teilnehmer soziale Netzwerke testen.

Dazu ist festzustellen: An unserer Schule gibt es keine Computer AG. Der von Natalia Gottschalk hergestellte Zusammenhang ist frei erfunden. Wir distanzieren uns ausdrücklich von den unqualifizierten und beleidigenden Äußerungen dieser Person gegenüber bestimmten Gruppen unserer Bevölkerung.

R. Poensgen, kommissarischer Schulleiter

Freiherr-vom-Stein Gymnasium, Rösrath

Aktualisiert (Mittwoch, den 19. Dezember 2012 um 10:30 Uhr)”

Anmerkung: Ja ich bin nicht der oder die Einzige, welche die Schule auf die Trollerei aufmerksam gemacht hat.

1. Teil Morgens, 19.12.2012ev

Statement Troll:

“Im Rahmen unseres Schulprojektes haben wir verschiedene Netzwerke und deren Verhalten gegenüber minderjährigen Usern getestet. „Googles G+“ hat dabei am besten abgeschnitten. Dieses ist kein offizielles Projekt gewesen, sondern nur im Rahmen unserer Internet-AG ins Leben gerufen.“

 

Statement Schule, Fachbereichsleiter Herr B., Auszug:

“Ein solches Verhalten im Netz verstößt gegen alles was unser Schulphilosophie ausmacht und ein solches (fiktives) Projekt würde von uns niemals gebilligt werden. Die beschreibene Computer-Ag existiert an unserer Schule nicht und scheint durch eine uns unbekannte Person erfunden worden zu sein, daher ist uns auch das Profil “Natalia Gottschalk” völlig unbekannt.“

 

Fazit:

Auch die angebliche Projekt-Geschichte, aus der dann alle anderen abstrusen Geschichten der Natalia G. resultierten, sind ein Fake. Desweiteren ist mein Eindruck von Herrn B. sehr positiv, ein Lehrer, dem grade die Medienkompetenz der Schüler am Herzen liegt.

Mit der Legende des angeblichen Schulprojektes steht und fällt die komplette Legende der N.G.. Ein sehr groß angelegter Trollversuch, auf den viele, mich natürlich eingeschlossen, hereinfielen. Dazu sag ich nur Chapeau, Respekt, das ist schon eine Leistung, sich so eine Hintergrundgeschichte einfallen zu lassen, die Aktivitäten so zu gestalten, daß es fast glaubwürdig wirkt etc. Nur schade, daß diese sich andauernd ändert und die wenigen festen, sagen wir mal nicht dynamischen Elemente der Legende der N.G. im realen Leben durch die Schule als “Unfug” entlarvt werden konnten. Trollen im RL ist da schon schwerer.

Statement zum Lynchmord-Aufrufs-Vorwurf (was ein Wort ;) ) des Trolls:

Ah ja, ich sehe schon die Mistgabeln, Fackeln und sonstige Bewaffnung der Dorfbewohner vor dem Haus der nicht existenten N.G.. Der einzige Aufruf an die Personen hinter der Persona N.G. ist es, die Trollerei und menschenverachtenden Posts einzustellen und zuzugeben, daß jegliche Geschichte, von der Schulgruppe (wie durch Mail von Herrn B. bestätigt) bis zum “Einzelprofil” erstunken und erlogen ist. Jegliche Kommunikation mit dieser Persona ist also sinnlos. Ist also albern. Mehr ist nicht gewollt.

Witzig aber wenn Nachrichten einschlagen aus eben jener Stadt, in der die Schule und die Legende N.G. beheimatet sind, auch IPs aus der Ecke. Daher scheint dieser Punkt, der Ort des Troll-Projektes N.G., ausnahmsweise der Wahrheit zu entsprechen.

Die Mutationsphasen des Trolls:

1. Schulexperiment (entkräftet durch Aussage des Fachbereichsleiters der Schule => Lüge) in der eine künstliche Persona zur Erforschung sozialer Netzwerke geschaffen wurde. Alles Quatsch, da dieses nie stattgefunden hat.

2. Nach Auflösung des Experimentes (als es wohl zu heikel wurde) Bekanntgabe “Dies ist ein Experiment” und die Ankündigung, Beiträge zu depublizieren.

3. Angeblich behielt ein Teilnehmer des Experimentes das Profil als Privatprofil, konnte den Namen aber nicht ändern. Schwachsinn, denn das Experiment hat es nie gegeben. Und somit sind auch alle anderen Statements, die sich auf die Ursprungslegende berufen, absoluter Quatsch.

Alter Outdated Text für historische Zwecke:

Von Fakes und angeblichen Schulprojekten, die außer Kontrolle geraten…

Sicherlich hat sich jede/r von euch schon einmal über INet-Trolle geärgert. Da sind jene, die glauben, es sei witzig zu trollen. Sicher, manchmal macht Trollen Spaß. Aber seine virtuelle Identität an ein reines „Nonsens“-Konstrukt zur eigenen Unterhaltung zu hängen zeugt doch schon arg von erheblichen Defiziten. Dann wiederum gibt es die Aggro-Trolle. Ebenfalls erhebliche Defizite vorhanden, vor allem wenn es um das Verarbeiten eigener Aggressionen geht.

Hier geht es aber um einen anderen Fall… Ein angeblich weiblicher Teenie-Troll auf Google Plus. Mit dem originellen Namen Natalia Gottschalk. Wie selbst geschrieben handelt es sich hierbei um ein Experiment. Eine Google-Plus-Seite (bzw mehrere, zB hier) ist ebenfalls dokumentierender Teil des Experimentes. Eine virtuelle Persönlichkeit, halt ein junger weiblicher Teenie,  der als Experiment die Reaktionen der UserInnen in verschiedenen sozialen Netzwerken erforschen sollte. Soweit, so gut. Im Prinzip keine schlechte Idee, denn die Welt da draußen ist grade für junge Menschen, vor allem junge Frauen, nunmal kein Ponyhof. Es gibt genug negative und destruktive Freaks da draußen.

Entstanden ist dieses Projekt im Rahmen der Computer-AG einer Schule wie mensch oben im verlinkten Artikel lesen kann. Also muss da auch irgendwo eine begleitende Lehrkraft vorhanden sein, dazu aber später mehr…

Die Motivation, dieses Projekt zu starten ist vollkommen nobel und ehrhaft und entbehrt nicht eines gewissen pädagogischen Sinnes in Sachen Medienkompetenz. Also es hätte so sein sollen und können. Die angebliche Userin allerdings wurde zum unkontrollierten Troll, mit einem Experiment im Rahmen der Technik und Welten der sozialen Netzwerke hatte dies spätestens dann nichts mehr zu tun, als extrem sozialdarwinistische Hetze von dieser angeblichen Userin gegen Erwerbslose kam oder mehr oder weniger unterschwellig rassistische Postings. Als reines Experimentierfeld , um zu schauen, wie das jeweilige Netzwerk funktioniert, wie die Grundstimmung ist (populistisch oder kritisch etc), mag ich das ja noch durchaus nachvollziehen können. Aber dieses Experiment hat wohl seine Kontrolle durch den Lehrkörper verloren und wurde zu reiner Provokation und Trollerei. Dieser Thread ist ein schönes Beispiel. Die kleine Natalia, die eben keine kleine Natalia ist, zieht gut vom Leder. Von Provokation im Rahmen eines Experimentes ist das Posten von Menschenverachtung weit entfernt.

Normalerweise, wenn wieder so ein Fascho, Rassist, neoliberaler Menschenfeind und Sozialdarwinist angedackelt kommt, ist die Blocklist bei mir schnell an der Hand. Ich diskutiere nicht mit Menschenfeinden und Freiheitsfeinden und Egomanen. Punkt.

Wenn dann jenes Experiment beleidigend und trollend durch die Diskussionen in Google Plus zieht, mich und andere manipuliert, dann ist schluss mit lustig.

Sind wir irgendwelche Laborratten oder Hamster in Labyrinthen? Vor allem wenn mensch erkennt, daß es hier keine irgendwelch geartete Kontrolle des Experimentes mit vergleichbaren Ergebnissen mehr gibt? Nur reine Randale? Dann krieg ich die Plack. Und wenn ich mir vorstelle, daß das ein ursprünglich von Lehrkräften kontrolliertes Projekt sein sollte, ist es noch schlimmer. Menschenversuche, beste deutsche Tradition (YEAH! Godwins Law!).  Schämt euch ihr Dreckssäcke! Wer auf Menschen wie auf Klaviaturen spielen will und wem sichtbar dabei „einer abgeht“, der gehört als Soziopath in die Klapse und nicht in ein Experiment einer Computer-AG einer Schule.

Ich werde die Daten dieser Leute sichern, da sie grade anfangen, das Troll-Profil zu depublizieren (auch angekündigt) und mich würde interessieren, welche Schule das ist, die dieses asoziale Experiment erlaubt hat. Und vor allem mit der die Computer-AG kontrollierenden Lehrkraft würde ich gerne ein Interview führen. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Auch wenn der Disclaimer “Falls wir euch verletzt haben tut es uns leid” irgendwo weiter unten steht, dann ist die fortführende Beleidigung und das immerwährende Posten von Menschenverachtung nicht entkräftet. Im Gegenteil. Wenn ich weis, was ich da mache, dann lerne ich doch irgendwann meine Grenzen kennen.

Ich bin der festen Überzeugung: Jeder Mensch darf posten, denken, sagen, tun was er oder sie will. Aber wenn dieses Tun, Denken, Sagen, Posten darauf ausgerichtet ist anderen Menschen diese Rechte zu nehmen (was diese menschenverachtende Scheisse erfüllt), dann ist Schicht im Schacht. Schluss damit. Und die dahinter stehenden Leute gehören zur Rechenschaft gezogen. Der Lehrer oder die Lehrerin, welche als kontrollierende Instanz dieses Projekt überwachen sollte, zumindest gemaßregelt (viel mehr gibt das Beamtenrecht bei LehrerInnen eh nicht her).

Das Ganze erinnert mich an das gute alte Stanford-Prison-Experiment, Studenten-Wärter vs. Studenten-Knastis… Auch außer Kontrolle geraten, wenn auch in kleinerem Maßstab.

Und wieder gilt „The road to hell is paved with good intentions“…

Frau Bettina Wulff will ja nicht mehr, daß diese Escort- und Edelnutten-Geschichten um die Welt gehen. Diese sind übrigens, wenn mensch dem ehemaligen Nachrichtenmagazin glauben will, aus Reihen der Schwarzen Pest selbst gestreut worden, was den Wahrheitsgehalt (gleich Null) schon so glaubhaft (nicht) darstellt ;) . Alles halt Brutusse dort.

 Verklagt hat sie Günther Jauch (wtf? Der hat doch nur zitiert) sowie Google. Ja, Google. Wegen der Autocomplete-Funktion, die ihren Namen immer um „Prostituierte“ ergänzt hat. Wir helfen Frau Wulff gerne , da, wie gesagt, an dem Gerücht, gestreut von intriganten Schwarzen Pestlern, nix dran ist und arbeiten nun an der Alternative:

 Bettina Wulff schmeckt lecker nach Hähnchen!

Eine Twitter-Initiative, die über Google Plus weiter gewandert ist und die ich gerne weiterverbreite.

BTW, die Dame hat grad ein neues Buch am Start. Und ist von Beruf Chefin einer PR-Agentur. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ;) .

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