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Über ein Produkt der Black Sheep Brewery, das Holy Grail Ale aka Holy Grale, habe ich hier ja bereits geschrieben. Diese Brauerei aus Yorkshire macht allerdings noch einige andere nette Biere. Und hier stelle ich mal in Kurzform das Riggwelter Strong Yorkshire Ale vor. „Riggwelt“ bezeichnet im Yorkshire-Dialekt (in dem noch einige nordische, durch „Wikinger“ aka Nordgermanen hinterlassene Worte vorkommen) ein Schaf, welches auf dem Rücken liegt und sich nicht aus eigener Kraft wieder aufrichten kann. Wirklich passend zu diesem Bier, denn es hat 5,7% Alkohol. Mehr Infos gibt es auf der offiziellen Website der Black Sheep Brewery. Diese Brauerei ist sehr sehr jung, hat letztes Jahr erst ihren 20. Geburtstag gefeiert, und hat sich in den UK schon einen sehr guten Ruf erarbeitet.

Aber kommen wir zum Riggwelter. Das Flaschendesign hat was, meines Erachtens zeichnen sich grade viele Ale-Brauereien durch ihren typischen englischen Humor aus, der hier auch durchscheint. Wie gesagt, der Name allein schon. Beim Einschenken in die Flasche bildet sich erstmal sogar eine richtige Krone, welche für ein Ale ziemlich lange stehen bleib.  Die Farbe ist irgendwo zwischen braun und schwarzem Schaf :D Sehr sehr dunkel für ein Ale. Allerdings hab ich bisher noch recht wenig andere Strong Ales gehabt, die aber waren meist so dunkel.

CC-BY-SA Frank Kröner

Und nun zum wichtigsten: Der Geschmack. Tief malzig und, Achtung, sehr hopfig. Yorkshire ist ja bekannt für seine Bitter Ales, und auch wenn das hier ein starkes und malziges Strong Ale ist kann es seine Herkunft nicht verleugnen. Extrem erfrischend aber trotzdem schön voluminös und malzig. Wer Bitter Ales mag und mal was etwas anderes haben will, ist hier genau richtig.

Mittlerweile, wie mensch hier nachlesen kann, trink ich ja schon eine Weile primär englische Ales. Und das Riggwelter hatte ich anfangs schon und dann zwischendurch und jetzt nochmal. Das ist eins der Biere, bei denen mensch beim Bestellen denkt “Das war echt gut, pack es nochmal in den Warenkorb”. Da es sich allerdings durchaus um ein Premiumbier handelt, ist das natürlich immer auch eine Budget-Frage.

Fazit: Auf einer Skala von 1 bis 10 eine gute 8,5. Vielleicht sogar 9 :D

Hinweis: Und wie immer vom english-shop.de in Windeseile geliefert.

Im Jahre 1999ev entwickelte die Black Sheep Brauerei aus dem Norden Yorkshires zu Ehren des 30. Geburtstages der genialen, legendären britischen Comedy-Truppe Monty Python ein Ale, das Monty Python Holy Grail Ale, genauer Holy Grail ;) . Es wird immer noch hergestellt und ist das Bier, welches während des Monty Python-Musicals “Spamalot” (was auf Holy Grail aka Ritter der Kokosnuss basiert) ausgeschenkt wird :D

Die Brauerei macht auch das hervorragende Riggwelter (demnächst mehr hier), also musste ich das mal ausprobieren, vor allem, da ich schon immer ein großer Fan der Pythons war. Jaja, Merchandise und so ;) .

Das Bier ist ein bitteres, hopfiges Ale. Sehr erfrischend, sehr lecker. Auf der Flasche steht, da wäre Zucker drin (nicht so unüblich), aber es ist nicht süß, der Geschmack eines Bitter Ale ist dominierend. Es hat einen fruchtigen Charakter. Aufgrund der Frische ist das typische Fehlen von Kohlensäure (hat in Ales halt wenig zu suchen) kaum bemerkbar für den deutschen Gaumen. Und es wird auch nach mehreren Minuten (ich hab es über eine halbe Stunde lang genossen, muss mensch ja nicht kippen so gutes Zeug) nicht schal oder eklig. Ale kann ja auch durchaus etwas wärmer werden, wobei ich doch lieber kalt trinke. Aber typischerweise werden die Aromen dieser Bierart erst so ab 12-15°C richtig aktiv. Das war dann wohl die Endtemperatur :D . Ein Ale-Fanatiker würde mich schelten ob der niedrigen Temperatur, mit der ich anfange, es zu trinken. Aber da ich mir für solche Biere Zeit lasse ist es am Ende durchaus auf der richtigen Temperatur.

Auch die Krone war überraschend lecker und relativ stabil für ein Ale. Vor allem für ein Ale aus der Flasche, ohne Tricks wie die Stickstoff-Widgets in Bitter Ale-Dosen.

Als Wertung würde ich 7,5 oder gar 8 Punkte von 10 geben. Wer Hopfen mag 8, ansonsten 7,5. Ein gutes tolles Bier, erfrischend, leicht, hopfig bitter. Wer Ales mag kann bedenkenlos zugreifen. Nicht so erdig wie andere Ales der Brauerei (die aber mehr Charakter haben), dafür kann mensch hier durchaus mehr von trinken.

Anscheinend ist das Geheimrezept dieses Ales auch auf der Flasche verzeichnet: Tempered over burning witches! Ich hoffe, es handelt sich nicht um british traditional Wiccas sondern um irgendwelche Eso-Pseudo-Witches :D .

Hinweis: Das Bier wurde wie immer bei English Shop Cologne bestellt.

Das gute alte Newkie Brown oder “The Dog” wird seit Ende der 20er Jahre gebraut. Bis Ende 2008ev in Newcastle upon Tyne gebraut und ebenfalls in die Hände eines Konsortiums von Carlsberg und Heineken gefallen ist es der Marktführer der Ales. Sehr sehr selten auch im deutschen Handel zu bekommen, öfter aber auch im lokalen Pub zu kriegen.

Es ist, wie alle guten Ales bisher in der Reihe, ein Northerner (oder wie Doctor Who sagen würde “Every planet has a north” ;) ), allerdings sehr dunkel wie mensch auf dem Foto erkennen kann. Der erste Geschmack ist recht malzig-süß, ganz anders wie die Bitter Ales, die ich aber auch sehr gerne mag. Im Abgang aber ist es wieder sehr ale-ig.

Die Krone verschwindet schnell, erst Monster (liegt aber am Glas ;) ), dann halt Ale-typisch schnell ins Nirvana entschwunden.

Der Geschmack ist sehr angenehm, rund und erfrischend. Vor allem, wenn mensch es kalt trinkt (damit meine ich nicht die 10-15°C die sonst angeblich für Ale am besten sind, ich ziehe da 4-8°C vor ;) ).

Gutes Zeug, nicht so gut wie meine Favoriten Tetleys oder Boddingtons, aber sehr sehr gut. Wäre es etwas “smoother”, könnte es bei den anderen beiden Ales in einer Liga mitspielen. Aber es gilt doch trotzdem, wenn jemand dieses Bier mal im Laden erwischt, was durchaus selten mal im Fachhandel passieren kann, dann lohnt sich ein Test auf jeden Fall.

Wertung, weil es so gut erfrischt, durchaus 8 von 10 Punkten.

Hinweis: Das Bier wurde bei English Shop Cologne bestellt, die dieses auch prompt innerhalb von 48 Stunden nach Bestellung im Web Richtung Kühlschrank geliefert haben.

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