Archive for the ‘ Geekstuff ’ Category

Ich schaue ja gerne Filme, daher habe ich mal 2 Video on Demand-Services miteinander verglichen. Wichtig war mir vor allem, daß die Dienste eine XBox 360-App haben, da dies bei mir der bequemste Weg zum Streamen auf den TV ist. Das ganze ist natürlich sehr objektiv, da Geschmäcker unterschiedlich sind, aber vielleicht hilft dem einen oder anderen der grobe Überblick.

Dienst

Amazon LoveFilm

Vivendi Watchever

Anzahl der Filme/Serien Mittel (3000) Etwas weniger, keine genaue Anzahl gefunden
Originalsprachen-Versionen Sehr wenig Viel
HD-Versionen Wenig Viel
Aktualität des Bouquets Niedrig Niedrig
Kündigungsfristen 1 Monat 1 Monat
Preis pro Monat in € 6,99 (nur Stream) 8,99
Xbox Streaming Ja Ja
Android Streaming Nein Nein (eigentlich ja, aber dazu nachher mehr, warum ich hier Nein schreiben MUSS)

Normalerweise würde nach obigen Fakten durchaus einiges für Watchever sprechen. Aber es gibt ein paar Gründe, die mich nicht die Trialphase verlängern lassen, trotz mehr Serien, OT und HD:

1. Kein Mehr an Aktualität im Bouquet, das heißt, keine aktuelleren Filme als bei Lovefilm, subjektiv betrachtet wirkt die Library sogar altbackener wenn es um Filme geht.

2. Serien sind zwar klasse, aber was bringt es mir, wenn ich von einer Serie, die ich schon immer mal schauen wollte, die erste Season nicht finde, absoluter Fail. Sorry, da gilt wieder, the Road to hell is paved with good intentions.

3. Die Android-App läuft wegen Content-Mafia-Panik nicht auf Geräten mit Custom ROM wie CyanogenMod. Da ich keine Androiden im Haus habe, die nicht mit CM laufen ist diese daher für mich nicht existent. Ich dachte nur “WTF, sind wir hier bei Apple?” Ein Zwang zu Nicht-Gerooteten Geräten ist, egal was für Gründen, nicht nachvollziehbar und führt für mich zur Annahme einer Nicht-Existenz. Auch das “Die bösen Custom ROM/Root-User kopieren dann die Filme auf den Rechner” sag ich nur: So what, dann denkt euch was anderes was funktioniert aus. Aber eine App, die mir unterstellt, ich sei irgendwie latent böse, weil ich CyanogenMod installiert habe, FUCK YOU!

Edit/Update: Ein Vögelchen zwitschert mir grade, daß auf einem gejailbreakten iOS-Gerät (also iPhone und iPad) die Watchever-App läuft… Welch Ironie und schlechter Witz…

Sprich: Für andere Menschen ist Watchever sicherlich eine Alternative, ich aber werde die 2€ Mehrpreis gegenüber LoveFilm NICHT zahlen. Denn einen bevormundenden und halbherzigen Service tausch ich dann doch irgendwann eher gegen richtiges PayTV…

Leider gibt es in Deutschland immer noch kein ordentliches VoD, auch wenn ich mit zB LoveFilm jetzt schon seit Dezember gut lebe, wenn auch sehr eingeschränkt (Angebot etc).

Raspberry PI Holzgehäuse

Yeah! Mein Holzgehäuse für meinen Raspberry PI ist da :D Kostet 6,99 € und ist einfach zusammensteckbar. Hier zu kriegen.

Ethernet und 2x USB 2.0

HDMI-Buchse

SD-Slot und Strombuchse via Micro USB

Analog Sound und Audio via Cinch

und von oben mit Lüftungsschlitzen :D

 

 

 

 

Zu meinem Geburtstag habe ich mir mal einen lange gehegten Wunsch erfüllt. Ich wollte schon lange ein Tablet haben, bin immer wieder um einige Angebote herumgeschlichen und habe mich immer über die aktuellsten Trends informiert. Ein 10 Zoll war außerhalb des Budgets, obwohl ein Transformer Prime oder Nexus 10 schon schick ist. Außerdem habe ich immer wieder bei Tests mit realen Geräten im Freundeskreis gemerkt, daß 7″ vielleicht doch der bessere Formfaktor ist. Zum Lesen oder einfach so im Sessel in der Hand. Nicht zu groß, nicht zu schwer auf Dauer.

Zuerst sollte es vielleicht ein Samsung Galaxy Tab 2 7 Zoll werden. Dafür sprachen der vorhandene SD-Slot, der mittlerweile geringe Preis von € 219,00 und neben der Frontkamera noch eine auf der Rückseite. Dagegen sprach die relativ geringe effektive Leistung des verbauten DualCore-SoCs (also auf einfach Deutsch “der Prozessor und das Gesamtsystem”). Mein alter Kumpel Dave, selber Mitglied des Cyanogenmod-Teams, des meist verbreiteten alternativen Androids, sagte auf jeden Vorschlag von Tablets immer “Leg 50 drauf und kauf dir ein Nexus”. Auch andere Menschen im Freundeskreis rieten mir immer “leg 50 Euro drauf und kauf dir ein Nexus”.

Für das Google/Asus Nexus 7 sprachen:

  • die Kraft von 4, eigentlich sogar 5 CPU-Kernen des NVIDIA Tegra 3 mit 1,3 GHz für die 4 Powerkerne und den sogenannten Companion Core mit 500 MHz, der stromsparend rumidlet wenn das Tablet nicht gefordert wird
  • eine Geforce-GPU mit 12 Shadern, welche die Grafikleistung auf das Level der Konsolen der vorherigen Generaton bringt
  • es ist ein Nexus-Gerät, also die offizielle Preview-Plattform von Google, wird besonders lange und direkt von Google gepflegt, ist gut dokumentiert etc.; keine Probleme mit Updates wie bei Samsung oder anderen
  • 1280×800 Pixel IPS Screen mit hoher Farbbrillianz

Negativ war zuerst die fehlende Kamera auf der Rückseite, aber auch der fehlende SD-Slot. Da müsste wenn dann die 32 GByte-Variante her. Mit einem Adapter kann mensch ja zur Not externe USB-Medien anschliessen. Und viele andere, nicht sicherheitsrelevante Dinge lager ich mittlerweile so oder so in meine private Cloud aus. Der Preis lag immer noch bei mindestens € 249,00 (momentan mehr, siehe hier im Amazonshop des Blogs :D ), denn die Geräte sind in freier Wildbahn oft teurer als bei Google direkt (und da kann mensch nur mit fucking Kreditkarte kaufen…), also schaute ich weiter. Durch den Geburtstag waren 150 Euro an Gutscheinen bei der Amazone (und nein, jetzt keine Ausbeuter-Diskussionen, Thema für einen anderen Beitrag…) vorhanden und wie die Götter es wollten, verkaufte auf den Marketplaces ein Händler ein so gut wie nicht gebrauchtes 32er Nexus für € 190,00. OK, bei Beschreibungen wie “Nietelnagelneu, nicht gebraucht, wie neu!” muss mensch vorsichtig sein, aber so belief sich die Investition aus dem eigenen Budget auf € 45,00. Verschmerzbar :D Also her damit. Und nach 24 Stunden (normale Lieferung, nicht aus der Nähe sonder aus der SBZ!) war das Nexus da. Ausgepackt und wirklich, das Ding ist nie benutzt worden. Keinerlei Spuren, alles bestens. Schnäpperken wie der Ostwestfale sagt.

Foto CC BY-NC-SA Frank Kröner

Die Rückseite fühlt sich ein wenig Moosgummi-mäßig an, liegt daher sehr gut in der Hand und rutscht nicht weg. Flugs eingeschaltet den kleinen Kraftzwerg und ich habe Android 4.2.2 in seiner vollen Pracht erlebt. Superschnell, butterweich, schnelle Taskwechsel und und und. 4 Kerne, eine GPU mit nochmehr Kernen, 1 GByte DDR3 machen es möglich. Da bisher das größte der Gefühle ein HTC Desire mit Icecream Sandwich Android 4 in Form eines Cyanogenmod-Forks ist, war das schon eine neue Erfahrung. So fix war Android wohl noch nie.

Schwupps, mal eben ein paar Games und Apps ausprobiert und der Geschwindigkeitsrausch hielt an. Spiele wie zB GTA Vice City sehen auf der kleinen Kiste mindestens so aus, wenn nicht etwas besser wie auf der vorherigen Konsolengeneration. Wahnsinnig, was die Tegra-CPUs mit der Geforce-GPU zaubern können.

Foto CC BY-NC-SA Frank Kröner

Im Netz hab ich übrigens einige Nexus 7 gesehen mit “amerikanischen Spaltmaßen”, also einer nicht sooo perfekten Verarbeitung, bei meinem aber passt nicht mal ein Haar zwischen Display und Gehäuse. In diesem Fall alles Bestens. Trotzdem, da ein Tablet mitgenommen werden soll, hab ich mir noch eine Hülle geleistet für wenig Geld, einfach zur Beruhigung. Diese Hülle fungiert auch als Ständer, das Cover hält mit einem Magneten und sobald das Cover geschlossen wird geht das Nexus automatisch in den Ruhemodus. Nett.

Foto CC BY-NC-SA Frank Kröner

Mit dem Stock Rom (also dem “normalen” Betriebssystem, welches laut Hersteller, hier also Google und Asus, mitgeliefert wird) kann aber jeder. Ich habe mittlerweile auf 3 verschiedenen Devices Cyanogenmod, ein “gepimptes” Android, welches von einer großen Community gepflegt wird. Vor allem ältere Geräte, welche nicht mehr vom Hersteller supportet werden, können hier nochmal reaktiviert werden. Wie bereits geschrieben, mein altes HTC Desire läuft mit Android 4/ICS dank dem Cyanogenmod-Projekt bestens, obwohl es bei HTC nichts aktuelleres als Android 2.32 (Edit: Hier stand mal 2.3, aber Dave hat mich drauf hingewiesen, daß offiziell 2.2 das Höchste offizielle der Gefühle war) gibt.

Also flugs erstmal ein Recovery (Clockworkmod wie vorher auch immer) drauf und dann das aktuellste CM10.1 für das Nexus 7, welches übrigens den internen Namen “Grouper” trägt. Beim ersten Boot lief er erstmal mit dem CM ins Leere bzw in eine Schleife… Leichte Panik… Aber ich hatte einfach vergessen, das Nexus im Recovery zu “wipen”, also die alten Daten komplett zu löschen vereinfacht gesagt. Also nochmal (das dauert wenige Sekunden mittlerweile), mit Wipe, die Gapps (das sind die Google-Apps wie Google Plus, GMail etc. die CM NICHT mitliefert, müssen in einem extra Paket geflasht werden) ebenfalls und, tata, CM 10.1 auf dem Nexus. Mit den ganzen Feineinstellungen, die CM traditionell bietet. Bisher genauso performant wie das Stock Rom (sollte es auch, normalerweise sind die CMs sogar bissl fixer nach meiner Erfahrung bei HTC und Samsung, aber da Nexus-Geräte kein zusätzliches Gerödel wie TouchWiz und so haben kann ich da nicht viel zu sagen).

Auch toll: Google hat für die Frontkamera kein 720p (HD ready) aktiviert. Die Kamera kann es. Normalerweise muss mensch dann das Tablet rooten, alternatives Recovery wie CWM installieren und dann den Patch flashen. Bei CM ist 720p aber per default an. Schön.

Die für CM typischen aberfantastillionen Feineinstellungen bin ich immer noch nicht durch, wie Dave, der Kumpel, der auch bei CM mitmischt, richtig sagte “Alleine alle Features durchklicken dauert erstmal locker eine Stunde”. Das werde ich jetzt im Betrieb mal alles testen und nächste Woche ein Fazit “Eine Woche CM 10.1 auf dem Nexus 7″ posten. Ich fürchte, hier werden in Zukunft auch mehr Android-Sachen geschehen auf dem Blog ;) . Jetzt ist ja eine schnelle, schöne Plattform vorhanden. Und seit Samstag, seitdem das kleine Nexus (es hört auf den schönen Namen Gimli, weil es ein kleiner Kraftzwerg ist :D ), hab ich übrigens mein Notebook vielleicht 10 Minuten angehabt. Tablets werden definitiv Notebooks irgendwann schlucken. Einfach einfacher und mobiler und intuitiver.

Ach ja, und warum kein Apple? Ich hör es ja schon “Hey grade für dich als Hobbymusiker ist doch Apple besser, warum kein iPad Mini?”… Weil ich keinen Bock auf diese Fascho-Walled Garden-Nazikacke hab von diesen klagewütigen Patenttrollen aus Cupertino. Und die Audio-Sache rollt an, Android hat mittlerweile die Latenz im Audiobereich auf <=10ms runtergeschraubt, mit Caustic 2 (wer die ersten Reason-Versionen kennt wird hier sofort klar kommen) gibt es eine App, die sogar via USB Midi-Controller versteht und die ersten Treiber für USB-Audiointerfaces sind da und werden in Sequencer integriert. Image Line wird bald Fruity Loops für Android rausbringen, und FL hat sich in den letzten Jahren sogar zum Tool für Profis gemausert.

Fazit: Tolles Gerät, war die richtige Entscheidung.

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